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30.08.2016, 11:54 Uhr
„Modell für andere kleinere Gemeinden im Emsland“
Landtagspräsident Bernd Busemann besichtigt neuen Lebensmittelmarkt in Lünne

Als „Modell auch für andere kleinere Gemeinden im Emsland“ hat der Präsident des Niedersächsischen Landtages Bernd Busemann (CDU) die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Raiffeisen-Genossenschaft und IHK in Lünne gelobt. „Auf gut emsländische Art ist es hier gelungen, einen neuen Lebensmittelmarkt einzurichten und die Nahversorgung der Bürgerinnen und Bürger sicher zu stellen“, sagte der Landtagspräsident. Im Emsland wie im gesamten Land Niedersachsen stünden viele Orte mit weniger als 5.000 Einwohnern vor einem Problem, wenn der letzte Lebensmittelhändler vor Ort das Geschäft aufgebe.

Treffen mit dem Präsidenten des Niedersächsischen Landtages im neuen Lebensmittelmarkt in Lünne: (v.l.) Stefan Lohaus von der Samtgemeinde Spelle, Marktleiter Thomas Brüning, Hannelore und Ansgar Herbers von der Bäckerei Herbers, Landtagspräsident Bernd B
Lünne -

Busemann hatte auf der Fahrt von seinem Heimatort Dörpen nach Hannover einen Zwischenstopp in Lünne eingelegt und sich vor Ort über das Projekt informiert. Nach dem sich die Betreiber des kleinen Supermarkts im Ortskern zurückgezogen hatte, gab es in dem 2000-Einwohnerdorf Lünne keinen Lebensmittelladen mehr. Ortsbürgermeisterin und Kreistagsabgeordnete Magdalena Wilmes, die Samtgemeinde Spelle und die Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim u.a. hatten sich intensiv dafür eingesetzt, eine neue Möglichkeit zur Nahversorgung der Bevölkerung zu finden. Schließlich hatte sich die Raiffeisen-Warengenossenschaft Emsland-Süd bereit erklärt, den vor Ort betriebenen Haus- und Gartenmarkt zu erweitern und künftig auch Lebensmittel anzubieten. „Hier ist das Leitwort der Genossenschaften umgesetzt worden: Einer für alle, alle für einen“, so Magdalena Wilmes. Auch der stellvertretende Landrat und Landtagsabgeordnete Heinz Rolfes (CDU) lobte das in Lünne umgesetzte Konzept eines Nahversorgungszentrums.

Angetan zeigten sich Busemann und Rolfes von der Vielfalt des Lebensmittelsortiments auf gut 500 Quadratmeter des insgesamt 1.200 Quadratmeter großen Marktes, der „den Vergleich mit einem Supermarkt der großen Ketten nicht scheuen muss“, so Bernhard Temmen von der Genossenschaft. Frisches Obst und Gemüse, eine Kühltheke und nahezu alle Produkte vom Kaffee bis zum Fertiggericht, die in Küche und Haushalt benötigt werden, gibt es wieder in Lünne zu kaufen. Brötchen, frisches Brot und Kuchen gibt es in einer Filiale der Bäckerei Herbers aus Lünne mit einem gut 20 Plätze bietenden Café im Markt. „Nun müssen die Lünner Bürgerinnen und Bürger aber auch hier einkaufen, damit sich die Investition rechnet und der Lebensmittelmarkt eine langfristige Perspektive behält“, so Busemann abschließend.