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05.04.2017, 14:25 Uhr
Landwirte protestieren gegen Wassergesetz
Busemann und Hiebing begrüßten die Emsländer vor dem Landtag
Fast 200 aufgebrachte Landwirte aus ganz Niedersachsen, darunter auch Emsländer, haben am Mittwoch (5.04.2017) in Hannover gegen das von der Landesregierung geplante Wassergesetz protestiert. Mitgebracht hatten sie 4.000 schriftlich formulierte Einwände, Entschließungen, Petitionen und Protestschreiben, die dem zuständigen Umweltminister Stefan Wenzel übergeben werden sollten. „Die derzeit geplanten Einschränkungen bei Düngung und Pflanzenschutz gehen weit über das fachlich Notwendige hinaus und werden von unseren Bäuerinnen und Bauern als kalte Enteignung empfunden“, sagte Landvolkpräsident Werner Hilse.
Mit den aus dem Emsland zur Protestkundgebung angereisten Landwirten diskutierten die CDU-Landtagsabgeordneten Bernd Busemann und Bernd-Carsten Hiebing.

Dabei geht es um im Gesetzentwurf vorgesehene Schutzstreifen von fünf Metern an Gräben und Bächen, die nicht mehr gedüngt oder gegen Schädlinge geschützt werden dürften. Der Landwirtschaft würden damit rund 80.000 Hektar wertvolles Ackerland entzogen. Dies entspreche der Existenzgrundlage von mehr als 1.000 landwirtschaftlichen Familienbetrieben.

Während zahlreiche Abgeordnete des Niedersächsischen Landtages wie Bernd Busemann und Bernd-Carsten Hiebing die protestierenden Bauern aus ihrer Heimatregion vor dem Landtag begrüßten und mit ihnen diskutierten, ließ sich der Umweltminister auch durch laute Rufe der Demonstranten nicht bewegen, zu ihnen zu kommen. Stattdessen schickte er seine Staatssekretärin Almut Kottwitz, die die Protestschreiben entgegennahm.