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14.10.2013, 14:53 Uhr
Busemann besucht Gedenkstätte Bergen-Belsen
Erster offizieller Besuch als Landtagspräsident
Bei seinem ersten offiziellen Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen als Landtagspräsident traf Bernd Busemann mit Elisabeth Seaman und ihrer Familie zusammen. Sie hat als Kind das Konzentrationslager Bergen-Belsen überlebt und wohnt heute in Kalifornien. Im Rahmen der Kranzniederlegung versprach der Präsident, dass Niedersachsen auch in Zukunft für eine würdige Erinnerung an das Leid der Opfer des Nationalsozialismus sorgen wird.
Elisabeth Seaman wurde als 7-jährige aus dem KZ befreit
Bergen-Belsen -
Als Präsident des Niedersächsischen Landtags liegt Busemann die Gedenkstättenarbeit sehr am Herzen. In seiner Amtszeit als Kultusminister und Vorsitzender der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten wurde das international anerkannte Dokumentationszentrum in der Gedenkstätte Bergen-Belsen realisiert.
 
Bei einem Rundgang zeigte sich Bernd Busemann vor allem beeindruckt von der Neugestaltung des historischen Lagergeländes: „Nun wird die Geschichte dieses bedrückenden Ortes anschaulich.“ Er betonte, wie wichtig es ist, auch für künftige Generationen die Erinnerung lebendig zu halten. „Gedenkstätten müssen mehr als Museen sein. Auch 70 Jahre nach Kriegsende sind ihre Botschaften aktuell.“  
 
In einem intensiven Austausch mit dem Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Dr. Habbo Knoch, überzeugte sich der Präsident von den Fortschritten der Gedenkstätte. Beispielhaft dafür steht die neu entwickelte virtuelle Rekonstruktion des Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Mit Hilfe von neuen Medien sollen sich die Besucher in Zukunft ein umfassendes Bild der Topographie und der Ereignisse zwischen 1941 und 1945 an diesem Ort machen können: „Immer weniger Zeitzeugen können berichten. Deshalb werden innovative Formen der Dokumentation und Präsentation umso wichtiger.“