Archiv

24.05.2013, 21:13 Uhr
Eröffnung des Themenjahres Braunschweig 1913
Bernd Busemann redet im Braunschweiger Dom
Nach der Eröffnung des Themenjahres auf dem Schlossplatz hielt Landtagspräsident Busemann eine Rede im Dom St. Blasii. Das Staatsorchester Braunschweig gab dort ein kostenloses Konzert für etwa 900 Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Domprediger Hempel erinnerte in seiner Begrüßung an den Anlass des Themenjahres, die Hochzeit zwischen Ernst August von Hannover, Herzog von Braunschweig und Lüneburg und der Kaisertochter Viktoria Luise von Preußen am 24. Mai 1913.
Bernd Busemann, Stephan Weil, Gert Hoffmann, Doris Hoffmann, Prinz von Hannover, Gräfin von Hochberg und Fürstin zu Leiningen (Foto: Stadt Braunschweig/Gisela Rothe)
Braunschweig - Bernd Busemann erinnerte an "Europas letztes Rendezvous" vor 100 Jahren und den kurz darauf folgenden Ausbruch des Ersten Weltkrieges:
Der Blick auf 1913 kann also nur Vorbereitung sein auf das, woran wir nächstes Jahr zu erinnern haben. 1914 begann der „Dreißigjährige Krieg des 20. Jahrhunderts“, wie General de Gaulle es ausdrückte. Abermillionen von Menschen fanden dabei den Tod oder erlitten furchtbares Leid, unschätzbare materielle und ideelle Kulturwerte sind seitdem unwiederbringlich zerstört und Europas Vormachtstellung in der Welt ist Geschichte. 2014 wird zudem auch der 75. Jahrestag des deutschen Angriffs auf Polen zu begehen sein, der den Zweiten Weltkrieg auslöste. Im deutschen Namen wurde bis 1945 Verbrechen in bisher undenkbarem Ausmaß begangen."

Das zeige, wie brüchig eine Zivilisation sein kann, auch wenn ihre Fundamente unerschütterlich zu sein scheinen. Daraus zog der Landtagspräsident den Schluss: "So weit wie 1914 dürfen wir es nie wieder kommen lassen. Europa ist zu unserem Glück wieder vereint und sollte sich darin nicht von wirtschafts- und währungspolitischen Schwierigkeiten irre machen lassen. Sie sind zwar schwerwiegend, bleiben aber beherrschbar, so lange wir die geistigen Grundlagen der europäischen Einigung bewahren."