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03.06.2013, 22:44 Uhr
Busemann besucht Gorleben
Der Landtagspräsident macht sich ein eigenes Bild
Landtagspräsident Bernd Busemann hat am Montag den Landkreis Lüchow-Dannenberg besucht. Neben Gesprächen mit kommunalen Mandatsträgern hat er sich vor allem ein Bild von den umstrittenen Einrichtungen zur Lagerung atomarer Abfälle in Gorleben gemacht.
Im Erkundungsbergwerk
Gorleben -

Bernd Busemann zeigte sich beeindruckt von der wissenschaftlichen Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Erkundungsbergwerks: „Hier ist in 36 Jahren ein Know-how entstanden, das unabhängig von der Frage nach dem Endlagerstandort nicht aufgegeben werden sollte.  

Im Hinblick auf das Zwischenlager betonte der Landtagspräsident, dass sich im November 2012 eine breite Mehrheit aus allen Landtagsfraktionen gegen weitere Castor-Transporte ausgesprochen habe. Diese Haltung habe sich seitdem nicht verändert, obgleich diese Aufgabe nur sehr schwer zu lösen sein werde.
 
Bei den Vertretern der Kommunen warb Busemann dafür, sich dem Standortauswahlverfahren nicht zu verschließen und den Suchprozess ergebnisoffen aufzunehmen: „Das ist vielleicht die letzte Chance für die Politik, diese Herausforderung zufriedenstellend zu bewältigen.“ Für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Lüchow-Dannenberg sei das jetzt anlaufende Verfahren eine menschliche, politische und wirtschaftliche Gelegenheit, alte Wunden zu heilen und sich endlich der Zukunft ihrer Heimat zuwenden zu können.