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07.08.2013, 16:32 Uhr
Landtagspräsident empfängt Vertreter der Siebenbürger Sachsen
Geschichte einer gelungenen Integration
Landtagspräsident Bernd Busemann hat im Leineschloss den Landesgruppenvorsitzenden Volkmar Gerger und seinen Pressereferenten Dietmar-Udo Zey zu einem Gedankenaustausch über die Arbeit der Landesgruppe der Siebenbürger Sachsen in Niedersachsen und Bremen empfangen.
Volkmar Gerger, Bernd Busemann, Dietmar-Udo Zey
Hannover - Seit mehr als 60 Jahren arbeitet die Landesgruppe der Siebenbürger Sachsen für den Erhalt der kulturellen Identität dieser deutschen Volksgruppe, die sich vor fast 900 Jahren im heutigen Rumänien angesiedelt hat. König Geisa II. von Ungarn hatte sie zur Besiedlung und Entwicklung seines Landes herbeigerufen. Die ersten Siedler stammten wohl aus dem Harzgebiet.

Nach dem Ende der Donaumonarchie hatten es die Siebenbürger Sachsen im rumänischen Staat zunehmend schwer, insbesondere unter der kommunistischen Herrschaft des Diktators Nicolae Ceaușescu, der die von ihm so genannten "mitwohnenden Nationalitäten" aus Rumänien entfernt wissen wollte. Deshalb und zum Devisengewinn "verkaufte" er zwischen 1968 und 1989 über 200.000 Rumäniendeutsche an die Bundesrepublik. Heute leben noch etwa 12.000 Siebenbürger Sachsen in ihrer angestammten Heimat.

Bernd Busemann zeigte sich beeindruckt von den kulturellen Aktivitäten der Siebenbürger Sachsen in Niedersachsen: "Sie sind ein Beispiel dafür, wie Integration funktionieren soll. Voll eingebunden in die Gesellschaft ihrer neuen Heimat Deutschland bewahren die Siebenbürger Sachsen und auch die anderen Rumäniendeutschen ihre jahrhundertealte Identität. Diese Leistung ist beispielhaft!"