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09.08.2013, 18:30 Uhr
Busemann: Muschelfischerei ist ein Markenzeichen unseres Landes
Der Landtagspräsident auf dem Miesmuschelfest in Greetsiel
Bernd Busemann äußerte sich auf dem Miesmuschelfest zur aktuellen Situation der Muschelfischerei in Niedersachsen: "Für mich ist klar: die Muschelfischerei hat alle Unterstützung von der Seite der Landespolitik verdient. Andernorts sehen sich die Muschelfischer gelegentlich mit Versuchen konfrontiert, ihre Arbeit und damit ihren Lebensunterhalt zu behindern oder sogar zu unterbinden." In Niedersachsen gebe es solche Schwierigkeiten bisher glücklicherweise nicht, da die Unterstützung für die Muschelfischer hier parteiübergreifend gegeben sei.
Ortsvorsteher Frank Schoof, Bernd Busemann, Meta Janssen-Kucz MdL und Muschelfischer Karel Jan van Ijsseldijk
Greetsiel -
Busemann nannte zunehmende Nutzungskonflikte mit Hafenausbauten oder Windparks als größte Herausforderung der Muschelfischerei.
Angesichts des sehr schwankungsabhängigen Geschäftes der Muschelfischerei freute sich der Landtagspräsident, dass sich die Muschelfischer zu einer GbR zusammengeschlossen haben. So ließen sich gemeinsame Interessen wirksamer vertreten: „Die Krabbenfischerei geht seit kurzem noch weiter und hat Erzeugergemeinschaften gebildet. Das ist ein guter Weg, um die besondere Form der Fischereiwirtschaft an der Nordseeküste langfristig zu erhalten. Vielleicht wäre dieses Modell auch für die Muschelfischerei eine Chance, zumindest einen Teil der Vermarktung wieder an die deutsche Küste zurückzuholen.“ Zurzeit werden nahezu alle Muscheln und ein großer Teil der Krabben in den Niederlanden vermarktet. Bei einer Ausfahrt zu den Muschelbänken konnten die Gäste des Miesmuschelfestes sich ein Bild von der Arbeit der Muschelfischer machen und auch selbst frische Miesmuscheln probieren.
Busemann abschließend: „Mir persönlich würde etwas fehlen, wenn Miesmuscheln und Krabben in Zukunft keine Lebensgrundlage mehr für mittelständische Betriebe bieten könnten. Und ich glaube, dass es sehr vielen anderen genau so geht – und das nicht nur hier in Norddeutschland.“